Eigh-Flathas

Session 24 - Im Schimmerwald

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Wieder in Sneren angekommen beschlossen die Gefährten, dass es an der Zeit sei nach Fjoll aufzubrechen. Wenn sie sich spurteten, würden sie noch vor dem Yulefest dort ankommen. Sie machten sich also auf die Suche nach einer Mitfahrgelegenheit und überredeten bald mithilfe von Aythades Magie eine ältere Dame, ihr für die Strecke Geleitschutz zu bieten. Noch am selben Abend kehrten sie in eine Taverne ein und trafen dort auf ein jüngeres Geschwisterpaar, die nach Weihefeld reisten. Buddybrock prahlte damit, das sie es waren, die das Phantom von Weihefeld niedergestreckt hatten und die beiden waren sofort bereit, die Gruppe bis zur Weggabelung mitzunehmen. Das war ein willkommenes Angebot, denn sie hatten schon schnellere Kutschen als die der alten Dame in Anspruch genommen.

Von den beiden Geschwistern erfuhren sie den Grund, warum die Botschaft an das Dorf vor Vennering nie ankam: Es wurde von einem entzürnten blauen Drachen angegriffen und bis in die Grundgemäuer verwüstet. Aus welchem Grund der Drache so wütend war lässt sich nur mutmaßen. Am 11. Yule kamen sie an der Weggabelung an und verabschiedeten sich von den Geschwistern. Obwohl die befestigte Straße nach Fjoll die sicherere Alternative gewesen wäre entschieden sie sich für den schnelleren Weg durch den östlich liegenden Schimmerwald. Die Geschwister hatten sie vor den hiesigen Elfen gewarnt, deshalb gingen sie vorsichtig durch den Wald und schickten Elora als Aufklärerin voraus. Nach 2 Tagen Marsch bemerkten sie, dass der Fluss namens Glynz, dem sie gefolgt waren, einen violetten Schimmer annahm. Astaros wollte von dem seltsamen Wasser trinken und wurde im letzten Moment von einer Stimme gestoppt: Ein Elf stand am anderen Ufer und stellte sich als Iolas Inarel vor. Er erklärte, dass der Fluss seit einigen Wochen diese Farbe hatte und das umliegende Land verdarb. Wer davon trank wurde krank und viele Elfen waren bereits von einem schweren Fieber gepackt. Inzwischen würden bereits die Früchte nahe des Flusses giftig schimmern und auch die Tiere zogen sich aus dem Wald zurück. Iolas gestand, dass er über Hilfe – und sei es von Außenseitern – dankbar wäre und die Gruppe akzeptierte nach dem Versprechen eines angemessenen Lohnes. Iolas führte sie in den Elfenhain, eine gigantische Stadt aus hölzernen Hütten mit filigraner und geschwungener Architektur, die an den Füßen großer Bäume und in 2 Ebenen an den massiven Stämmen über ihnen angebracht waren. Es handelte sich um die Wildelfenstadt Efranthemar. Bei der Reise durch die Stadt wurden sie von allen Seiten abschätzigt beäugt und Iolas führte sie schnell in ein Gästehaus, ausgerüstet mit einigen Truhen und Hängematten.

Sie begannen, dem Phänomen auf die Spur zu gehen und just aus dem Gästehaus getreten kam eine ältere Elfin auf Iolas zugestürmt und giftete ihn an. Elora verstand, dass sie ihm erzählte, die Hilfe von Außenseitern wäre unerwünscht und dass er wüsste, dass die Geister des Waldes den Fluss vergifteten. Die Gruppe fragte nach diesen Geistern des Waldes bei welchen es sich um die Fey handelte und brachen auf, um am Fluss nach Hinweisen zu suchen. Sie stellten fest, dass das Wasser etwa 30 Meilen flussaufwärts abrupt anfing zu schimmern und Iolas erklärte, dass er nach 60 Meilen der giftigen Farbe ebenso abrupt wieder vollkommen normal gefärbt sei. Das Wasser außerhalb dieser Stellen sei trinkbar und die Elfen überlebten, weil sie zum Jagen nun weiter nach außen pilgerten. Die Gruppe vermutete, dass eine Art Zauber sich von einem Punkt an ausbreitete also reisten sie zur Mitte der Vergiftung und von dort an nach Westen, bis sie an eine Lichtung kamen. Astaros trat auf die Lichtung und erbat ein Gespräch mit den Fey. Eine Weile passierte nichts, doch dann trat eine Gestalt aus einem Baum am Rande der Lichtung hervor – eine Dryade. Sie teilte Astaros mit, dass die Vergiftung eine Strafe für die Elfen war, denn eine Fey habe sich in einen Elfen verliebt. Sie beschrieb den Elfen und teilte Astaros mit, die einzige Möglichkeit den Zauber aufzuheben sei, den Elfen auszuliefern und ihn der Strafe der Fey zu unterziehen.

Die Gruppe war gemischter Gefühle doch sie gingen zurück nach Efranthemar und spürten bald den Elfen auf, der in einem Verkaufsstand für Armbrüste saß. Buddybrock kaufte einige Bolzen und die Gefährten überlegten, wie sie vorgehen würden. Sie könnten den Ältesten der Stadt von der Lage erzählen, beschlossen dann aber, den Elfen zur Rede zu stellen und erzählten ihm von den Forderungen der Fey. Dieser wusste offensichtlich von nichts und war überrascht. Er schlug der Gruppe vor, mit ihm zur Lichtung zu reisen und die Fey stattdessen zu töten. Auch dies würde den Zauber aufheben und solange die Stadt nichts davon erfuhr sei es ihm gleich. Er spürte den Widerwillen der Gruppe und bat darum, ihm eine Stunde zu geben bevor sie sich entscheiden sollten. Sie gewährten ihm die Stunde und er verschwand zu einer Kaserne in der zweiten Ebene der Bäume. Bald kehrte er zurück und erzählte, dass er als Lebensversicherung der Stadtwache bescheid gegeben hatte. Würde er am nächsten Tag nicht lebendig in der Stadt sein, würden die Gefährten nicht mehr lebendig aus dem Wald herauskommen. Es blieb ihnen also nur noch übrig, mit dem Elfen zur Lichtung zu pilgern, der sich sicher war, ein Kampf mit den Fey stand bevor. Iolas war schockiert von der Wendung der Ereignisse und wartete in der Stadt. Am Abend erneut an der Lichtung angekommen stellten sich der Elf und Astaros in die Mitte und warteten auf das Erscheinen der Dryade. Diese bat Astaros, zu gehen und sie allein zu lassen. Astaros wollte ein Versprechen, dass der Elf nicht verletzt würde doch dieses konnte ihm die Dryade nicht geben – sie sei nicht für das Urteil verantwortlich. Der Elf mittlerweile wurde immer nervöser und drängte auf einen Angriff, doch er bemerkte, dass er die Gruppe nicht eingeschüchtert hatte.

Nach einiger Zeit versprach die Dryade Astaros zumindest das Überleben des Elfen und mit diesem zogen sie sich nach Efranthemar zurück, überließen den Elfen seinem Schicksal und berichteten Iolas von allem. Dankbar überreichte er ihnen ein Säckel mit 400 Gold und die Möglichkeit, doch noch lebendig aus dem Wald zu entkommen: Er führte sie zu einem Schuppen nahe des Flusses, dessen Schimmer jede Minute schwächer wurde und schlug die Türen auf. Im Schuppen befanden sich 3 Kanus, schnell genug, um vor dem nächsten Morgen weit genug geflohen zu sein, dass sie sich nicht mehr um die Pfeile der Stadtwache sorgen müssten, sollte der Elf nicht mehr zurückkehren. Iolas versprach, dass er die Pferde Eloras und Azeems sicher in die Stallungen Fjolls bringen würde und wünschte ihnen eine gute Reise und ein baldiges Wiedersehen. Sie ließen die Boote zu wasser, winkten Iolas zum Abschied und fuhren auf dem heilenden Fluss Richtung Süden, ohne zu wissen welche Konsequenzen ihre Handlungen noch haben würden.

Session 25 – Hinter den Mauern Fjolls

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